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Sommerzeit ist Lesezeit

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber für mich ist die Sommerzeit zugleich die Zeit im Jahr, in der ich ziemlich viel lesen kann. Drei Wochen Schließzeit im Hort wollen mit Urlaub abgedeckt werden, weshalb wir zu dieser Zeit immer auch irgendwie in den Urlaub fahren. Meistens findet man uns dann irgendwo in Norddeutschland in Meeresnähe. Lange Abende, an denen nicht gearbeitet werden muss, Strandliegezeiten oder auch Regentage sind ideal, um mal wieder die Nase in ein gutes Buch zu stecken, das sich nicht um die Belange des Berufs dreht. Ich liebe diese Zeit. Manchmal lese ich ganze Nächte durch. Der Ebookreader macht es möglich, denn so stört kein Licht die anderen beim Schlafen. Ein bisschen fühle ich mich in diesen Zeiten in meine Kindheit und Jugend zurückversetzt, denn die bestand immer aus sehr viel lesen – im Bett, im Garten, zu jeder Zeit.

Daher ist es auch jetzt nicht überraschend, dass ich nach zwei Wochen Urlaub die ersten Romane durchhabe. In diesem Jahr drehen sie sich, warum auch immer, alle um Bücher, Büchereien oder Strandlieben. Plötzlich tauchen immer mehr dieser Bücher in Empfehlungen auf, sei es von Freundinnen oder in den Sozialen Medien. In diesem Jahr sind es keine Krimis, keine historischen Romane, sondern ein wenig heile Welt, die mich träumen und auch ein wenig mit den Protagonist:innen mitleiden und leben lässt. Hach, ich liebe es, auch wenn meine Kids langsam die Augen verdrehen, wenn sie mich mit dem Buch in der Hand erwischen. „Immer bist du nur am Lesen!“, ist einer ihrer meistgesagten Sätze der letzten Zeit. Ich habe insgeheim ja die Hoffnung, dass ich sie irgendwann mit meiner Leseleidenschaft anstecke, jetzt wo sie gerade selbst lesen lernen und sich damit ganz neue Welten erschaffen können.

Der Sohn fängt damit gut an. Als er Ende der ersten Klasse merkte, wie gut er schon lesen kann, hat er alle seine Wissensbücher in seinem Bücherregal noch einmal neu durchgelesen. Manchmal habe ich ihn dabei erwischt wie er mittem im sich Umziehen vor seinem Schreibtisch stand und vor ihm ein Buch aufgeschlagen lag. Seither höre ich mir die Inhalte seiner Bücher oft unvermittelt in seiner Nacherzählung an. Die Tochter ist da etwas pragmatischer. Sie mag es noch immer lieber, vorgelesen zu bekommen. Da kann man kuscheln und es ist nicht so anstrengend…

Sommerzeit ist Lesezeit – in diesem Sommer gilt das auch für die Kinder, denn sie haben aus der Schule für die Ferien einen Sommerferienlesepass bekommen. Jeden Tag sollen sie mindestens 10 Minuten lesen. Wir Eltern unterschreiben dafür. Haben sie am Ende der Ferien den Pass mit Unterschriften gefüllt, gibt es nach den Ferien eine Urkunde. Was soll ich sagen, die Kinder hat der Ehrgeiz gepackt und sie werden es beide schaffen, den Pass zu füllen, sogar mit ein paar zusätzlichen Unterschriften. Denn eigentlich müssen sie am Sonntag nicht lesen, doch sie wollen es und können so die eine oder andere fehlende Unterschrift aus der Woche ausgleichen – an ihrem Geburtstag wollte nämlich keines der Kinder lesen.

Ich genieße diese Zeit. Sie gehört für mich zum Sommer und zum Urlaub dazu. Sie lässt mich immer mal wieder in andere Welten abtauchen. Wunderbar. Geht es euch auch so? Liebt ihr auch das Lesen und wenn ja, was lest ihr so? Ich freue mich immer über ein paar neue Tipps. Die Wunschliste hat immer noch einen Platz für einen neuen Wunsch frei. Und als Ausgleich stelle ich euch in den nächsten Wochen in loser Reihenfolge meine Sommerlektüre vor. Ihr dürft also gespannt sein…

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