Blog,  Nachhaltig im Alltag

Mein neuer Begleiter…

Das Gartenjahr hat begonnen oder hat das alte gar nicht aufgehört? Genau das ist nämlich mein Ziel: möglichst rund um das Jahr aus dem Garten ernten zu können. Naja, Garten ist jetzt ein wenig übertrieben. Wir wohnen in einem Reihenmittelhaus und entsprechend übersichtlich ist auch der Garten. Deshalb habe ich, um wenigstens ein wenig eigenes Gemüse ernten zu können, ein Tomatenbeet, ein kleines Hochbeet und ein Palettenbeet am Gartenzaun gebaut. Schon vor zwei Jahren ist ein Kräuterturm aus übereinander gestapelten Tontöpfen entstanden. Und in der Gartenhütte wartet noch ein Kartoffelturm auf seinen ersten Einsatz.

Nach all diesen Bautätigkeiten stand ich vor der Qual der Wahl, was ich denn nun anbauen will. Da ich, wie gesagt, möglichst lange aus den verschiedenen Beeten ernten möchte, habe ich mich hingesetzt und angefangen zu planen. Angefangen habe ich mit einem kleinen DinA5-Zettel. Darauf entstand als erstes eine Skizze der beiden Beete (Tomaten- und Hochbeet). Als zweites habe ich eingetragen, was auf jeden Fall gepflanzt werden soll – drei Tomatenpflanzen, Paprika, Zucchini. Und dann fing ich an zu überlegen, was ich noch gerne hätte, was zusammen passt, was sich gar nicht mag, was wann gesät, gepflanzt und geerntet wird. Was ich bei meiner Wahl nicht so beachtet habe, ist die Frage nach Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer. Das Beet ist frisch angelegt, die Erde also voller Nährstoffe. Ich habe viel nachgelesen, vor allem im Internet. Da findet sich viel. Und alles habe ich versucht, auf meinem kleinen Zettel festzuhalten. Das ging natürlich nur eine begrenzte Weile gut.

Deshalb gibt es jetzt etwas Neues: ein Gartenheft, schön groß in DinA4. Außen hat es bei aller Nachhaltigkeit einen Kunststoffeinband, damit es nicht gleich schmuddelig aussieht, sollte ich mal mit Gartenfingern etwas nachschlagen wollen. Innen sind dafür durch ein Gummibandsystem einzelne Hefte immer wieder neu einspannbar. Da habe ich als erstes meine Beete neu gezeichnet und sorgfältig sortiert festgehalten, was nun wo wann gesät bzw. gepflanzt werden soll. Außerdem halte ich hier die Tipps fest, die mir beim Lesen so begegnen und die ich ausprobieren möchte. Gestern habe ich z.B. gelesen, dass der Ertrag einer Paprika größer ist, wenn man die erste Blüte auskneift. Werde ich dieses Jahr ausprobieren, wenn meine Pflanzen soweit gedeihen… Nun entsteht noch eine Übersicht, was wann in welchem Monat gesät bzw. ausgepflanzt werden muss. Und dann werden über das Jahr in diesem Heft meine Erfahrungen festgehalten oder Tipps und Ideen, die ich dann im nächsten Jahr ausprobieren möchte. Ich hoffe, dass so auf lange Sicht ein Gartenbegleiter entsteht, der mir immer mehr hilft, möglichst viel selbst ernten zu können, auch wenn der Ertrag nie unseren Bedarf als vierköpfige Familie decken wird.

Vom Zettel zur ersten Seite im Gartenheft…

Aktiv geworden bin ich natürlich auch schon. Den Basilikum aus dem Supermarkt, der hier vom Kochen noch stand, habe ich geteilt und ins Tomatenbeet gepflanzt. Wenn er sich dort wohlfühlt, habe ich hoffentlich viel frischen Basilikum für selbstgemachte Pesto im Sommer. Auch der Oregano, der den Winter im Topf überlebt hat, hat hier im Beet heute seinen Ort gefunden. Die Tomaten kommen dann natürlich einiges später. Dafür ist aber auch noch genügend Platz. Und für ein anderes Experiment, das ich hier wagen will. Ein Teil des Beetes liegt im Halbschatten der Gartenhütte und des Kräuterturms. In den nächsten Tagen soll Bärlauchsamen bei mir eintreffen. Den will ich hier säen in der Hoffnung, im nächsten Jahr den ersten ernten zu können.

Da ich im Haus quasi keine Fensterbänke habe, auf denen ich Pflanzen vorziehen könnte, werde ich vieles direkt ins Beet säen und dann vereinzeln. Lediglich die Paprika habe ich im Topf vor dem Küchenfenster stehen und hoffe, dass sie dort gut keimen werden, damit sie dann bald in die Sonne nach draußen ziehen können. Ich freue mich wie sehr auf das neue Gartenjahr zusammen mit meinem neuen Begleiter: meinem Gartenheft!

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