Eine Handytasche muss her…

Mittwoch morgen auf dem Weg zur Sitzung. Zum Glück gleich einen Parkplatz im Parkhaus gefunden. Schnell noch das Ticket wegpacken. Wie immer in das Einschubfach der Handyhülle. Ich greife in die Tasche, fühle das Handy, meine es zu nehmen und sehe es im nächsten Augenblick nur noch im hohen Bogen durch die Luft fliegen. Jegliche Fangversuche sind zwecklos. Mit der unteren Kante voran knallt es mit dem Display auf den harten Betonboden des Parkhauses. Das Resultat ist eindeutig. Hier geht heute nichts mehr. Zum Glück habe ich mich vor einiger Zeit schon für ein Handy entschieden, bei dem der Austausch von defekten Displays schon vom Hersteller vorgesehen ist. Auch der Akku und andere Teile lassen sich ohne Schwierigkeiten selbst tauschen. Also schnell die entsprechenden Ersatzteile bestellt. In ein paar Tagen sollen sie bei mir eintreffen. Doch bis dahin brauche ich ein anderes Handy. Ohne geht es nicht. Beruf, Familie, Privatleben. Auf diesem Handy ist alles geregelt und organisiert. Für die Tage bis zur Reparatur habe ich ein altes wiederbelebt. Das wird gehen. Allerdings ist das Gehäuse so glatt, dass es von allen Oberflächen runterrutscht, wenn diese nicht ganz eben sind. Außerdem fliegt das Handy bei mir immer in irgendwelchen Taschen herum. Es braucht also einen Schutz, sonst droht ihm morgen schon das gleiche Schicksal wie dem alten. Heute Nachmittag hatte ich Zeit, eine Hülle zu nähen. Eine alte Jeans, ein Stoffrest von einer Kindermütze, ein Rest Schmuckband von der Schultüte und eine Idee von näh-garden (https://edithks.blogspot.com/2015/05/handyhulle.html) lieferten alles, was ich brauchte. Die Erklärung von näh-garden war so gut, dass sich die Hülle schnell nähen ließ. Es sind ja auch fast nur gerade Nähte, so dass dieses Projekt auch gut von Anfänger*innen bewältigt werden kann. Für die Öffnung zum Wenden am Schluss habe ich die gesamte kurze Seite des Futters offen gelassen, was sich als weise Entscheidung herausstellte. Durch die Dicke des Stoffes und der Polsterung ist es auch so schon ziemlich frickelig, alles ordentlich zu wenden. Und da die Naht am Boden der Fütterung nicht einsehbar ist, stört die lange Naht dort auch nicht. So sieht das fertige Zwischendurchprojekt aus: