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Ein Ausflug in die Wildnis

Urlaub im Emsland, nur wenige Fahrminuten bis zur niederlänischen Grenze. Das wollten wir nutzen und haben uns das „Wildlands“ in Emmen als Ziel ausgesucht. Ehrlich gesagt, wussten wir nicht, was uns erwartet. Wir hatten nur etwas von einem Abenteuerzoo gelesen und die Kinder hatten ein Bild von einer Achterbahn gesehen. Mittlerweile wissen wir, dass es sich bei „Wildlands“ um den größten Zoo der Nordniederlande handelt. Das haben wir nachgelesen, aber der Eindruck, den wir bekamen, war vergleichbar.

Bevor wir uns allerdings auf den Weg machten, hatten wir schon im Internet ein wenig nachgelesen. Gerade in Zeiten von Corona ist das ja nicht ganz uninteressant. Diesmal auch nicht, denn die Tickets sollen zur Zeit vorab für einen bestimmten Tag und eine bestimmte Eintrittszeit gekauft werden. Das war alles kein Problem, die Homepage auch auf deutsch abrufbar. Auch nicht unwichtig, denn unsere Niederländischkenntnisse sind doch recht begrenzt. Mit den Tickets auf dem Handy, die wir zwei Tage im voraus gekauft hatten, machten wir uns auf den Weg. Ab der Ortseinfahrt von Emmen war „Wildlands“ unübersehbar gut ausgeschildert. Der Parkplatz war ausreichend groß und schon hier merkten wir, dass dieser Zoo wohl nicht so ganz unbeliebt ist. Die Parkgebühren halten sich mit 10 Euro pro Tag echt in Grenzen. Also per kleinem Fußmarsch Richtung Eingang aufgebrochen, wo es kaum Warteschlangen gab. Und dann mussten wir uns entscheiden.

Der Zoo ist in drei Erlebnis- bzw. Themenwelten aufgeteilt, wobei die Nautica, alles rund um die Arktis und die Antarktis, zur Zeit auf Grund einer vorgegebenen Wegführung nur über die Serenga-Welt zugänglich ist. Das war für uns aber auch nicht weiter schlimm, denn Serenga war für uns eines der Highlights. Die dritten Themenwelt ist übrigens Jungola rund um die tropischen Tiere Asiens. Mit dem Begriff Themenwelt ist schon beschrieben, was diesen Abenteuerzoo für uns zum Erlebnis werden ließ. Da sind nicht einfach Tiere in Käfigen und Gehegen eingesperrt. Nein, alles ist der jeweiligen Themenwelt entsprechend gestaltet, so dass man den Eindruck bekam, man käme den Tieren hautnah – auch den Löwinnen auf ihren Felsen. Ziegen, Präriehunde, Erdmännchen, man besucht sie in ihren Lebenswelten. Der Eindruck, dass die Tiere eingeengt sein oder nicht genügend Platz haben könnten, entsteht nicht. Und dann kann es auch schon mal vorkommen, dass man mit dem LKW durch die Serengeti fährt und eine Giraffe ihren Kopf ins Auto streckt oder das Nashorn mal etwas schneller wird.

Zusätzlich zu den normalen Rundwegen gibt es außerdem in jeder Themenwelt kleinere und größere Attraktionen wie den LKW, der durch das Gehege von Giraffen, Zebras und Nashörner fährt, oder der stillgelegte Zug, durch den man läuft und wo der Strauß mal ans Fenster kloppft. Im Dschungel wartet eine Bootsfahrt und in Nautica eine Seelöwenshow. Ein besonderes Hihglight ist dann noch die Achterbahn, die auf minimalem Platz mit zwei Zügen gleichzeitig fährt, wobei ein Teil der Fahrt einfach mal rückwärts geht. Ehrlich gesagt, war das nichts für mich. Meinem Magen wollte ich das nicht zutrauen. Dafür habe ich in der kleinen Imbisseinrichtung davor Pause gemacht und lieber etwas zugeschaut. Restaurationsbetriebe aller Art warten an allen Ecken, dazu Sanitäreinrichtungen und in Zeiten von Corona Handdesinfektionsspender. In den Niederlanden besteht zur Zeit kein Maskenzwang in der Öffentlichkeit und auch nicht in den Geschäften oder Restaurants. Dafür halten sich die Menschen recht diszipliniert an Weg- und Abstandsvorgaben. Überall stehen zudem freundliche Angestellte des Zoos, die einem den Weg weisen und bei Fragen gerne zur Verfügung stehen. Die sprechen alle deutsch. Also auch das ist kein Problem.

Unser Fazit am Ende des Tages: wir sind restlos begeistert von diesem Zoo. Da könnte so manch ein anderer Zoo sich eine Scheibe von abschneiden. Am Ende haben wir gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergeht und haben doch einen ganzen Tag dort verbracht und noch lange nicht alles gesehen. Wäre er von uns zuhause nicht so weit weg, würden wir sicher bald wiederkommen. Ich persönlich würde den Tag im Schmetterlingstempel verbringen und diesen zarten Geschöpfen beim Fliegen und in der Luft Segeln zuschauen. Die Kinder würden endlich alle Spielplätze mal ausprobieren. Kleinere und größere Spielangebote gibt es übrigens an allen Ecken und Enden im Park. So wird der Weg für die Kinder garantiert nicht langweilig. Und meinen Sohn müsste ich wahrscheilich heute noch im Bambuswald suchen, wenn er nicht unbedingt hätte Boot fahren wollen.

Kennt ihr den Abenteuerzoo „Wildlands“? War war euer Eindruck? Oder habt ihr noch andere Tipps für die Umgebung?

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